Alphateam-Fanclub


Diese folgenden Charakterisierungen der Alphateam-Darsteller stammen ausnahmslos und mit freundlicher Genehmigung von Sat 1!

 

Anästhesistin Martina Behrend (Ines Meyer-Kormes)

Die selbstbewußte Anästhesistin ist ein Sportas, eher unkompliziert und impulsiv, flirtet gerne und geht nach der Schicht meistens irgendwo frühstücken. Durch den Überfall eines Junkies, der Schmerzmittel im Alphateam stehlen will, verändert sich Martinas Leben schlagartig. Beim Überfall kam es zum blutigen Kampf, mit der Folge, daß Martina HIV-positiv ist. Seitdem lebt sie lange nicht mehr so unbeschwert, hat Zukunftsängste, und es fehlt ihr einfach die Liebe von einem anderen Menschen.

Ihr engster Vertrauter ist Dr. Scheu. Der Chirurg tröstet und unterstützt sie wo er kann, andererseits trifft auch Martina bei seinen Problemen den Nagel auf den Kopf. Dr. Brotesser kennt sie noch von früher. Kleinere Reibereien und Sticheleien gibt es höchstens mal mit Pacek.

 

Internist Dr. Farouk Bennacef (Francois Smesny)

Der neue Internist ist ein sportlicher Typ, sieht blendend aus und verfügt über ein großes Selbstvertrauen. 

Dr. Bennacef hat sich sein Studium und seine Karriere hart erarbeitet. Seine Eltern stammen aus Algerien und haben es durch Fleiß und Sparsamkeit dazu gebracht, die Familie durchzubringen. Heute sind sie wahnsinnig stolz auf ihren Sohn, der Arzt wurde, weil er Menschen helfen will. Farouk ist Stolz auf sein kleines Segelboot, das im Hamburger Hafen liegt und ihm in der ersten Zeit als Wohnung dient. Hier kann er sich zurückziehen...

Von seiner Zukunft hat Farouk eine sehr klare Vorstellung: er will eine Familie mit allem, was dazugehört, wobei er sich wünscht, dass seine zukünftige Frau (die er erst noch finden muss), sich ganz traditionell um die Kinder kümmert. Ein Leben als Single kann und will er sich dauerhaft nicht vorstellen.
Mit dem Ausscheiden seines Freundes Sammy fehlt ihm zunächst ein Vertrauter unter den Kollegen. Doch sehr bald stellt er fest, dass er mit seiner Kollegin Maria Jaspers nicht nur im Job ein gutes Team bildet, sondern ihr auch privat einiges anvertrauen kann. Zwischen den beiden bahnt sich ein heftiger Flirt an...
Dr. Bennacef liebt die Pointe. Jeder Tag, an dem er nicht jemanden auf die Schippe nehmen kann, ist für ihn ein verlorener Tag. Er macht dabei auch vor Oberschwester und Oberpfleger nicht halt. Und da die beiden ständig präsent sind, sind sie seinen Witzen auch ständig ausgeliefert. Doch da, wo Vonderwerths Humor ätzend und aggressiv ist, hat der Humor von Bennacef eine integrierende Funktion. Auch wenn die Kollegen es eigentlich gar nicht wollen, so müssen sie doch immer wieder schmunzeln.

 

Laborassistentin Veronica Bleibtreu (Anja Topf)

Veronica ist eine Frau, die gerne laut lacht, die einfach gerne lebt. Genauso leidenschaftlich wie sie ihren Job macht, lebt sie auch ihr Privatleben: an Veronica gehen weder Promis noch Zeitgeist unbemerkt vorbei. Und deshalb geht bei ihr im Labor auch meistens die Post ab. Sie nimmt ihr Privatleben zur Arbeit, hat immer etwas zu erzählen. Als Alleinstehende ist sie aber nicht immer glücklich, manchmal stellt sich die Frage: warum will mich keiner oder warum finde ich nicht?

Veronica ist eine quirlige junge Frau, die gerne laut lacht, die einfach gerne lebt. Genauso leidenschaftlich wie sie ihren Job macht, lebt sie auch ihr Privatleben. Veronica nimmt ihr Privatleben mit zur Arbeit, hat immer was zu erzählen. Veronika hat zu den Kollegen ein freundschaftliches, kollegiales Verhältnis. Ihr fällt es schwer Distanz zu wahren. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und scheut sich nicht die Kollegen in allen privaten Dingen zu Rat zu ziehen.

Brenneke kann ihr die Absage an die Ehe mit seinem Sohn und damit an seine Familie nur schwer verzeihen. Als Veronika dann ein Kind erwartet wähnt Helmut sich schon als Großvater, doch Veronika fühlt sich erneut von ihm unter Druck gesetzt und verleugnet zunächst den wahren Vater. Doch schließlich rückt sie doch mit der Wahrheit heraus und macht Helmut zum stolzen Großvater seines Enkels Fin.
Allerdings verweigert sie schon im Vorfeld die Annnahme von Unterhaltszahlungen für das Kind, weil sie damit klar dokumentieren will, dass sie sich allein für das Kind entschieden hat und des auch allein großziehen will. Markus beugt sich - sehr zum Entsetzen seines Vaters - zunächst ihrer Entscheidung. Das Leben einer alleinerziehenden Mutter ist jedoch nicht ganz einfach - und bringt für Veronica auch massive finanzielle Probleme mit sich. Bei der Lösung dieser Probleme gerät sie in Schwierigkeiten...

 

Assistenzarzt Dr. Benjamin von Bode (Jochen Schropp)

Ben kommt frisch vom dritten Staatsexamen (das er mit allerbesten Noten bestanden hat) in das Alphateam. Ben entstammt einer alteingesessenen und schwerreichen Hamburger Bankiersfamilie. Ein gut aussehender junger Mann, eher der weiche und sanfte Typ, tadellose Umgangsformen, kontaktfreudig, etwas linkisch, aber mit dem natürlichen Charme und unaufdringlichen Selbstbewusstsein derer, die sich nie anpassen oder taktisch verhalten mussten, um ihre Ziele zu erreichen. Er freut sich darauf, sein Wissen endlich praktisch anwenden zu können. Natürlich hat er vom „Praxisschock“ gehört, von Desillusionierung, Überforderung, strenger Hierarchie, aber er glaubt sich dem allem gewachsen.

Kaum fühlt Ben sich etwas sicherer, gerät er mit den Kollegen aneinander, weil er sagt, was er denkt. Er will kein „Besserwisser“ sein, doch ihm fallen eben Dinge auf, die den etablierten, aber ja irgendwie auch „betriebsblinden“, gar abgestumpften Ärzten nicht mehr auffallen. Und dann muss er sie eben darauf aufmerksam machen, egal ob es sich um fachliche Anmerkungen oder um soziale Fragen handelt – z.B. die, wie sie hier alle so abgebrüht sein können? Müsste man nicht viel mehr tun angesichts von soviel menschlichem Leid und Elend? Muss ein guter Arzt sich nicht um mehr als das Nähen einer Wunde kümmern? Je mehr Ben seine Berührungsängste gegenüber den Patienten verliert, umso mehr bricht sein „Helfersyndrom“ durch. Ben würde gerne allen helfen und alle retten, auch die Alkoholiker, die Nutten und die Obdachlosen. Er bietet Gespräche an, macht Mut, er steckt sogar bisweilen mal etwas Geld zu. Die Reaktionen der Kollegen reichen von Sympathie über milden Spott bis hin zu deutlicher Genervtheit, mancher warnt ihn durchaus gutgemeint vor zuviel Naivität und Emotionalität. Ein schwieriger und zum Teil desillusionierender Prozess für Ben, sowohl „seine Pappenheimer“ kennen als auch die Grenzen des Machbaren akzeptieren zu lernen. Dass man sich nun öfters nicht einmal für seine Argumente interessiert, ist für Ben, der es gewohnt ist, sich mit Charme und Redegewandtheit durchzusetzen, eine neue Erfahrung, und kann den sonst eher ruhigen Charakter richtig wütend werden lassen.

 

Assistenzarzt und Internist Dr. Maik Borowski (Nils Nelleßen)


Für die Patienten ist Maik Borowski der klassische junge aufstrebende Arzt: etwas schlaksig und mit jungenhaftem Gesicht eilt er entschlossen und mit wehendem weißen Kittel durch die Gänge der Notaufnahme. Und strahlt dabei unverkennbar aus, wie wichtig er seine Arbeit und sich selbst nimmt. Im Kreis der Kollegen zeigt sich eine zweite Seite. Hier schwadroniert er gerne von guten Restaurants, luxuriösen Hotels, angesagten Lifestyle-Trends, exklusiven Reisen, rassigen Sportwagen und schönen Frauen, und er trägt dabei ziemlich dick auf. Maik hat durchaus etwas von einem Aufschneider und Angeber.
Hinter Maiks vordergründiger Souveränität steckt ein Getriebener, der besser sein will und muss als andere, um den sozialen Aufstieg zu schaffen. Seine Lockerheit bricht immer dann zusammen, wenn er es mit Leuten zu tun hat, die es vermeintlich einfacher oder besser hatten als er selbst. Dann wird er sofort reserviert und schmallippig, mühsam muss er dann Anflüge von Eifersucht und Neid unterdrücken. Auch wenn er bei angesagten Trends, Bildung, Lebensstil, Kultur und Etikette irgendwelche Patzer macht (Vonderwerth lässt ihn hier gern auflaufen), ist ihm das ausgesprochen peinlich. Und seine Herkunft ist ein absolutes Tabu. Hier schweigt Maik am liebsten völlig.

 

Oberpfleger Helmut Brenneke (Uwe Karpa)

Helmut ist eine Institution im Alphateam: bodenständig, gewissenhaft, korrekt, aber manchmal auch durchaus launisch. Seine Freizeit besteht aus der Welt seiner Familie, er hat sieben Kinder. Brenneke ist ein Arbeitstier, der vom Schlendrian nichts hält. Komplizierte Gedanken sind ihm fremd und mit seinem gesunden Menschenverstand regelt er manch brenzlige Situation. Er ist ein Harmoniemensch.

Die zweitwichtigste Frau in seinem Leben nach Marianne ist Gisela. Nach anfänglichen Kompetenzrangeleien ein eingespieltes Team. Giselas Glück liegt ihm am Herzen und so überrascht er sie auch schon mal mit einem Blumenstrauß, wenn sie traurig ist.

Allerdings gerät er immer wieder in Konflikt mit Veronica, die seinen Enkel zu Welt gebracht hat, aber weder mit seinem Sohn Markus zusammen leben will, noch mit dem gesamten "Brenneke-Clan" etwas zu tun haben möchte. So versucht sie permanent, sich "Opa Brenneke" mit all seiner Fürsorge und der daraus resultierenden Einmischung in ihr Leben vom Leib zu halten.
Als Vater von sieben Kindern betrachtet er sich naturgemäß als Experte in Erziehungsfragen und wird darüber des öfteren mit Dr. Jaspers in Auseinandersetzungen über das richtige ‚Wie' geraten. Und so sehr er sich auch bemüht, mit der Homosexualität von Dr. Scheu wird er einfach "nicht so ganz warm", wie er sich selbst einmal ausdrückt - und dann verwundert zur Kenntnis nehmen muss, wie die anwesende Kollegenschaft in schallendes Gelächter ausbricht.

Brenneke ist ein Arbeitstier. Schlendrian kann er nicht leiden. Wenn einer der Pfleger seinen Job nicht so macht, wie Helmut das für richtig hält, wird er ordentlich zurechtgestutzt. Schließlich tragen sie hier alle eine große Verantwortung! Was für Helmut gewissenhafte Pflichterfüllung ist, kann auf Kollegen schon mal pedantisch wirken, auch seine Prinzipientreue. Konflikte trägt er offen aus, schlicht auch deshalb, weil er zu impulsiv ist, um seine Gefühle zurückzuhalten.
Womit Brenneke allerdings gar nicht umgehen kann, ist, wenn seine Männlichkeit und seine männliche Identität in Frage gestellt werden. Oder wenn er als braver Biedermann belächelt wird. Dass Brennekes Körper langsam nicht mehr alles mitmacht, macht Brenneke sehr viel mehr zu schaffen, als er zugibt.
Als Codie Sören einstellt, versteht Helmut das (nicht ganz falsch) als Angriff. Und stürzt sich einen immer verbissener werdenden Konkurrenzkampf mit dem Jüngeren ... bis er sich schließlich darüber in eine lebensbedrohliche Situation bringt ...

 

Oberarzt der Inneren Dr. Joachim Brotesser (Wolfgang Wagner)

Als er vom Chefarzt Dr. Voss die freie Stelle des Oberarztes der Inneren angeboten bekommt, überrascht das, denn Broti ist eigentlich ein Mann ohne Karriereambitionen. Das Angebot hat er seinem einfühlsamen Umgang mir den Patienten zu verdanken. Er ist der Phantasiemensch des Alphateams; lieber bringt er durch kleine Clownseinlagen kranke Kinder zum Lachen, als daß er sich um lukrative Jobs kümmern würde. Broti ist ein Mensch, der schwer nein sagen kann.

Obwohl ihm Pacek eigentlich wesensfremd ist, sind die beiden ein „odd Couple“ – wobei Broti ungewollt der Schlagfertigkeit Paceks meistens unterliegt. Eine Zeitlang wohnten sie sogar zusammen: mit Putzplänen, Mietschulden und übergelaufenen Badewannen.

 

Assistenzärztin und Chirurgin Dr. Sonya Demirel (Türkiz Talay)


Sonya, eine emanzipierte junge Deutschtürkin der zweiten Generation, hat von Natur und Leben eine gehörige Portion Sexappeal und Sinnlichkeit mitbekommen – und sie weiß es. Auch zur Arbeit erscheint sie so durchgestylt, als sei sie zu einem Date unterwegs. Lackierte Fingernägel, perfektes Make-Up, die schwarzen Locken dekorativ über dem weißen Kittel verteilt. Für die Männer in der Notaufnahme ist sie ein Hingucker. Dabei wirkt sie nicht wie ein Weibchen, sondern tritt bei aller erotischen Ausstrahlung ausgesprochen energisch, entschieden und selbstbewusst auf – mit einem leichten Hang zum Nervösen und Fahrigen. Irgendetwas brodelt in dieser Frau; und es könnte jederzeit explodieren.
Sonya hat immer leidenschaftliche und heftige Affären mit Männern, aber nach einiger Zeit trennt sie sich abrupt; entweder sind die Lover zu langweilig oder sie entpuppen sich als Machos. In letzter Zeit aber vermisst sie Stabilität, sie denkt an die „große Liebe“, an einen Mann, bei dem sie nicht mehr tough sein muss, wo sie sich einfach nur anlehnen kann und, erstmals, auch an Kinder und Familie. Sie ist Anfang 30, die biologische Uhr tickt. Aber wäre das nicht eine Anpassung an alles, wogegen sie so lange und hart rebelliert hat? Sonya ist da im Moment etwas durcheinander ...

 

Dorothea – Schwester, Diakonissin (Nadja Engel)

Schwester Dorothea kommt als Nachfolgerin von Schwester Barbara ins Alphateam. Sie steht mit beiden Beinen im Leben, ist zupackend und pragmatisch, ein Vollprofi mit großer emotionaler Bildung. Schwester Dorothea ist ausgebildete Krankenschwester und sie ist Diakonissin. Mit trockenem Humor macht sie klar, daß sie kein Engel ist und sehr wohl die weltlichen Seiten des Lebens kennt. Mit Dr. Voss hat sie bereits gearbeitet und er ist es auch, der sie für das Alphateam gewinnt.

Die beiden verbindet eine sachliche, auf gegenseitigem Respekt begründetet Beziehung. Bei Dr. Scheu geht sie in ihrer selbstverständlichen Art nicht auf seine distanzierte Zurückhaltung ein, sondern gibt ihm immer wieder Mut, über seinen Schatten zu springen und sich in seinen Wünschen zu formulieren.

Schwester Dorothea ist ausgebildete Krankenschwester mit fundierter Berufserfahrung und sie ist Diakonissin. Sie steht mit beiden Beinen im Leben und weiß genau, mit Ihrer Wirkung auf andere umzugehen. Selbstverständlich und mit trockenem Humor macht sie klar, das sie kein Engel ist und sehr wohl die weltlichen Seiten des Lebens kennt. Sie definiert sich in ihrem Sein weder als Moralapostel, noch als Missionarin und ist auch weder bei Kollegen noch Patienten dazu bereit, derartige Erwartungshaltungen zu erfüllen.

Ihr Glaube und die für sich daraus gezogene Konsequenz für ihr Leben sieht Dorothea als eine rein private Entscheidung an . Sie ist deswegen nicht der bessere Mensch, aber ihr öffentliches Bekenntnis hat sie zum toleranteren werden lassen. Sie ist eine brillante Psychologin, doch Gelassenheit und Geduld gehören nicht unbedingt zu ihren Tugenden. Manchmal kann sie so richtig ausflippen und dann nimmt sie auch kein Blatt vor den Mund und so ganz will man seinen Ohren nicht trauen , wenn man ihre Flüche hört.
Als der tollpatschige Pflegeschüler Till ins alphateam kommt, hilft sie ihm über seine anfängliche Unsicherheit hinweg. Später muss Dorothea einer für sie ganz neuen Versuchung wiederstehen. Durch eine angebliche Wunderheilung gerät sie in die Schlagzeilen der Boulevardpresse und muss sich fort an gegen die Heimsuchung allermöglichen verzweifelt Hilfesuchenden wehren. Doch sie ist auch damit konfrontiert, dass sie durch die Annahme ihrer zweifelhaften Berühmtheit auch viel Gutes tun kann.

 

Oberschwester Gisela Ebert (Marlies Engel)

Vor dem Alphateam arbeitete Gisela in einer anderen Klinik als OP-Schwester. Im Alphateam ist sie auf eigenen Wunsch am Empfang tätig. Gisela lebt seit 20 Jahren allein in St. Georg. In ihrer Freizeit arbeitet sie in einer Beratungsstelle für drogengefährdete junge Stricherinnen. Im Alphateam ist sie eine zentrale Institution. Sie behält meistens die Ruhe und Übersicht und setzt sich für andere ein.

Die Oberschwester hat einen trockenen Humor, scheut keine Konfrontation, ist direkt und gibt jedoch nicht gerne Privates preis. Ungerechtigkeiten bringen sie auf die Palme. Oberpfleger Brenneke ist mehr als ein Kollege. Die beiden kennen sich seit ewigen Zeiten, im Umgang miteinander nimmt keiner ein Blatt vor den Mund.

Im Prinzip ist Gisela eine zentrale Institution im alphateam. Sie behält meistens die Ruhe und Übersicht, ihre Diskretion, Menschenkenntnis und ihre natürliche Autorität machen sie zur wertvollen Gespächspartnerin, zumal sie sich auch aktiv für andere einsetzt. Dadurch, dass sie die zentrale Ansprechpartnerin für alle ist, ist sie natürlich auch in viele Konflikte involviert. Die Oberschwester hat einen trockenen Humor, scheut keine Konfrontation, ist direkt und steht ungern im Mittelpunkt.

Auch gibt sie selbst nicht gerne Privates preis. Wenn auch mit Vorsicht, lässt sie sich doch auf eine dauerhafte Beziehung mit dem charmanten Kriminalkommissar Leo Kern ein. Die beiden geraten trotz großer Liebe und gegenseitigem Verständnis immer wieder in Schwierigkeiten durch ihre Berufe, die sie beide sehr fordern

Schwächen eingestehen und/oder selber Hilfe zu brauchen, ist für die selbständige Gisela schier unerträglich, da kann sie plötzlich sehr schroff und verschlossen werden. Selbst krank geschrieben erscheint Gisela noch zum Dienst. Zum einen, um sich selbst ihre Zähigkeit zu beweisen, zum anderen, weil Gisela (auch darin ganz mütterlich) umgekehrt das Gefühl braucht, gebraucht zu werden. Ein unerträglicher Gedanke, das Alphateam könnte auch ohne sie auskommen!
Ansonsten ist Gisela eine lebenslustige Frau. Im Team nutzt sie gerne jeden Anlass zum Feiern. Und in ihrer Freizeit geht sie viel aus: Oper, Theater, Kino, Konzerte – Gisela ist kulturell vielseitig interessiert und weiß immer, was wann wo wie gerade läuft.

 

Internistin Dr. Nasrin Fichtel (Proschat Madani)

Nasrin ist das Zweitälteste von insgesamt drei Kindern der Familie Teherani aus dem Iran. Als sie neun war, ging die Familie nach Österreich. Im Beruf ist ihr Anspruch nach Perfektion unbestechlich. Unvermeidlich damit gekoppelt ist ihr Hang zur Rechthaberei, der auch mitunter für Komik sorgt. Im Umgang mit Patienten ist sie äußerst einfühlsam und auch die Hektik der Notaufnahme kann sie nicht davon abhalten, anstatt gleich Pillen zu verabreichen, erst mal im Gespräch der Ursache auf den Grund zu gehen.

Eigentlich gibt es bisher nur einen Kollegen, der für Reibung sorgt: Chefarzt Dr. Voss. Irgendwie zieht er sie an, was es genau ist, weiß Dr. Fichtel jedoch selbst nicht.

 

OP-Schwester Dunja Jascherow (Winnie Böwe)


Dunja ist ein mädchenhaft-koketter Frauentyp, allerdings gänzlich unaufgetakelt. Sie flirtet gerne und lacht viel, weil sie glaubt, dass gute Laune gesund ist und das Leben verlängert. Und weil ihre Kollegen und sie jeden Tag soviel Leid sehen, dass sie jedes Quentchen Fröhlichkeit gut gebrauchen können. Dunja selbst hat sich in ihrem Leben immer durchkämpfen müssen und weiß vielleicht umso besser, wie wichtig Freude sein kann.
Ihren Job erledigt sie schnell, gewissenhaft und so kompetent, dass ihr die Ärzte nach und nach sogar Aufgaben überlassen, die Schwestern normalerweise nicht mehr ausüben dürfen (Blutentnahme, Wunden nähen). Von ihren beruflichen Ambitionen Ärztin zu werden weiß niemand (bis auf Gisela), allerdings kann sie, wenn sie merkt, dass ihr jemand wenig zutraut, nicht widerstehen, mit dem einen oder anderen ungewöhnlichen Wissenshäppchen zu kontern. Insbesondere mit Vonderwerth ergibt sich so im Laufe der Zeit ein ironischer Schlagabtausch, in dessen Verlauf sie seine Achtung erringt und mehr und mehr seine Neugier weckt ...

 

Internistin Dr. Maria Jaspers (Patricia Schäfer)


Dr. Jaspers ist eine warmherzige, gutmütige Frau. Sie ist eine „Kümmerin“, d.h, sie kümmert sich um alles und jeden und versucht dadurch Anerkennung und Liebe zu bekommen. Maria Jaspers hat eine funktionierende Familie, einen Ehemann, den sie sehr liebt und zwei Kinder. Eigentlich ist Jaspers eine gute und engagierte Ärztin, doch zu Anfang macht sie es sich und ihren Vorgesetzten schwer: sie zweifelt, ob sie nach der Babypause überhaupt noch in der Lage ist, dem Druck der Klinik standzuhalten.

Maria, die ‚Kümmerin' im Team, gehört ja nun schon bald zu den alten Hasen auf der Station. Wenn sie auch erheblich an Selbstsicherheit gewonnen hat und sich nicht mehr so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt, einige Angewohnheiten kann sie nicht so leicht ablegen, zumal sie es eigentlich auch gar nicht möchte. Zu Dr. Scheu entwickelt sich ein kumpelhaftes Verhältnis, während sie Dr. Bennacef mehr und mehr durch einen geradezu spitzbübischen Humor überrascht.
Sie ist eben sehr mitfühlend und manchmal emotional zu nah am Patienten, das weiß sie ja selber. Dann und wann ist es gar nicht "ihr" Patient, an dem sie mal wieder Gutes vollbringen muss - Menschlichkeit kennt eben keine Arbeitspläne. Bei den Patienten wird sie für diese Eigenschaft allerdings geradezu verehrt. Nur einer kann die Gutmütigkeit von Dr. Jaspers nicht genug in den Himmel loben, Dr. Bennacef. Ein heftiger Flirt mit ihm bringt sie in Gefühlskonflikt, denn auch ihre Familie ist ihr so wichtig.

Eigentlich wollte Jaspers mit der Arbeit in der Hansa-Klinik nur einen kurzfristigen finanziellen Engpass der Familie überbrücken helfen, doch dann machte ihr die Arbeit Spaß. Und dann passierte die Sache mit Farouk. Was wie Liebe aussah, war letztlich nur eine Affäre, wie sie häufig vorkommt unter Kollegen, die einander nahe kommen, weil sie die gleichen Stress-Situationen teilen und sich dabei nach Verständnis und Halt sehnen. Je klarer Maria das sieht, umso mehr hadert sie mit der Trennung von ihrem Mann. Und wenn Dunja und sie über ihre Kinder reden, Dunjas Sohn in Polen, ihre beiden Kleinen (Tochter, 6, Sohn, 5) in Afrika, wird Maria immer melancholischer. Sie könnte auch in Afrika arbeiten. Sie könnte um ihren Mann kämpfen. Sie könnte bei ihren Kindern sein. Neu anfangen, wieder eine Familie haben. Ihren Traum vom ländlichen Leben mit Tieren in die Tat umsetzen. Warum nicht dort? Oder anders gefragt: Was hält sie hier?

 

Schwesternschülerin Nelly (Elena) Lange (Sabine Menne)


Nelly ist eine kleine schmale Gestalt, aber dennoch nicht zu übersehen und nicht zu überhören. Sie ist einer von Giselas Schützlingen aus dem „Fixpunkt“, einer Beratungsstelle für drogengefährdete junge Stricherinnen in St. Georg, in der Gisela in ihrer Freizeit arbeitet. Nelly hat schlimme Zeiten hinter sich. Manchmal ist sie stolz auf sich, weil sie ihr Leben wieder in den Griff gekriegt hat, auf ihre guten Noten, auf die eigene Wohnung, die sie sich bald wird leisten können. Einen ganz lieben Freund wird sie dann finden und Kinder mit ihm bekommen, weil Nelly Kinder liebt, und wenn man einen Freund und einen Job hat, kann man auch eine gute Mutter sein.

 

AiPlerin Charlotte Marquardt (Christina Henny Reents)


Charlotte stammt aus einer Medizinerfamilie: Ihr Vater ist ein bekannter Chirurg und ihre Mutter Radiologin. An der Uni war sie die Vorzeigestudentin und auch ihre Zeit im Praktischen Jahr, die sie in der Privatklinik ihres Vaters in der Schönheitschirurgie absolvierte, meisterte sie mit Bravour. Charlotte weiß, dass sie für eine Medizinerkarriere geboren ist. Mit ihrem forschen Auftreten versucht sie immer im Mittelpunkt zu stehen.
Charlotte bewirbt sich gegen den Willen ihrer Eltern beim Alphateam und wird natürlich aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen genommen. Dies ist nun ihr erster Zusammenstoß mit der "wirklichen" Welt, die auch das soziale Elend beinhaltet. Charlotte wird als Theoretikerin immer wieder an der Realität der Notaufnahme scheitern. Dennoch glaubt sie alles besser zu wissen. Aber auch die Pflegekräfte bringt sie schnell gegen sich auf. Denn als "Wissenschaftlerin" übersieht sie oft die praktischen Notwendigkeiten.
Das kann vor allem Oberpfleger Brenneke nicht leiden, der deshalb kontinuierlich dafür sorgt, dass sie auf dem Boden der oft schmutzigen Tatsachen bleibt. Auch wenn sich Charlotte im Laufe der Zeit ins Alphateam integrieren wird – die Theoretikerin bleibt immer an ihr haften. Und immer ist ihr anzusehen, dass sie nicht Wunden nähen und Verband wechseln zu ihren Lieblingsaufgaben zählt. Genauso wenig, wie sie die „nette Kleine“ sein will. Charlotte lebt schon jetzt den wissenschaftlichen Ruf, den sie einmal genießen wird.

 

Anästhesist Dr. Samuel „Sammy“ Müller (Falk Willy Wild)

Dr. Samuel Müller ist lebendig und humorvoll, ein Mensch, der immer Lebensfreude und Energie ausstrahlt. Die meisten Leute mögen ihn auf Anhieb und fühlen sich in seiner Gegenwart wohl. Sammy weiß das und braucht dieses positive Feedback. Er ist zu allen Verrücktheiten und unkonventionellen Behandlungsmethoden bereit, testet erst einmal alle Trends, bei denen er dann aber nie hängen bleibt. Der einzige Sport, den er dauerhaft betreibt, ist Inlineskaten. So manches Mal kommt er damit in die Notaufnahme gerollt.

Sein Beruf bietet ihm die Möglichkeit, Anerkennung und Selbstbestätigung zu bekommen – nach beidem ist er regelrecht süchtig. Zu Beginn seiner Zeit im Alphateam schafft es Sammy, sich fast bei allen weiblichen Kolleginnen Sympathie oder auch ein wenig mehr zu sichern. Die ersten Probleme mit dem Team bahnen sich jedoch an, als die Tochter des Klinikchefs Sammy eindeutige Avancen macht und er sich nur mit allergrößter Anstrengung aus dieser Affäre ziehen kann. Sein Motto dabei ist: Keine Affären im eigenen Team.

 

Chirurg Dr. Franz Pacek (Moritz Lindbergh)

Paceks Spezialgebiet ist die Mikrochirurgie. Er ist so etwas wie der „bunte Hund“ im Alphateam: ein Spieler und Hallodri auf der einen Seite, ein talentierter Chirurg auf der anderen. Großmundige Auftritte, schnelle Wagen und chronische Geldknappheit gehören dazu. Attraktive Frauen kann er einfach nicht widerstehen. Sein flapsiger Ton verletzt mitunter, aber sein jugendlicher Charme, gepaart mit seiner Stehaufmännchen-Mentalität macht alles wieder gut.

Der charakterliche Gegensatz zu Dr. Brotesser schafft Konfliktpotenzial, jedoch verbindet die beiden auch eine Art Seelenverwandtschaft. Brotis Beförderung zum Oberarzt ist ein Knackpunkt: seinen Neid kann Franz nicht ganz verstecken.

 

Plegeschüler Till Peters (Björn Grundies)


Till beginnt seinen Dienst in der Hansaklinik mit extremer Tollpatschigkeit und totaler Unsicherheit. Wenn man ihm nur die einfachste Frage stellt, wird er schon puterrot, aus der Angst heraus, etwas verkehrt zu machen. Nicht nur Helmut fragt sich, wie Till es überhaupt bis zum Fachabitur gebracht hat.
Die einzige, die ihn in dieser anfänglichen Phase der Unsicherheit zu helfen versucht, ist Dorothea. Ihr vertraut Till an, dass er den Großteil seiner Kindheit in Krankenhäusern verbracht hat. Deshalb wollte er auch Krankenpfleger werden. Erst viel später kommt heraus, dass er auf Grund seiner Krankheit und der monatelangen Klinikaufenthalte offenbar von seinen Eltern nicht so geliebt wurde, wie er sich das gewünscht hätte. Sein Defizit an Mutterliebe versucht er bei Dorothea auszugleichen...

Till hat immer Angst, Fehler zu machen, und macht deshalb nur umso mehr verkehrt, so gut er es auch meint und obwohl er es meistens besser weiß. Manchmal gerät Till in tiefe Verzweiflung über sich selbst – warum ist für ihn immer alles so schwer, was für andere ganz normal ist?

Das Team hat ihn im Laufe der Zeit lieb gewonnen, sogar der strenge Vonderwerth hat ihm in Phasen von Mutlosigkeit schon weitergeholfen. Eigentlich wünschen ihm alle, dass er endlich mal die Erfahrung macht, vorbehaltlos geliebt zu werden. Denn Till fehlt es nicht an Auffassungsgabe, er ist hochmotiviert, engagiert, überaus mitfühlend, er hat schon als Altenpfleger gearbeitet und keine Angst vor unangenehmen Aufgaben. Es fehlt ihm einfach an Selbstwertgefühl.

 

Pfleger Sören Reimers (Daniel Aminati)


Sörens Lebenskonzept heisst: „easy living“ – möglichst viel genießen, bloß kein unnötiger Streß. Ein typischer Vertreter der Mittzwanziger Surfer- und Fun-Generation. Sören ist ein hübscher Kerl mit einem durchtrainierten Body, und er weiß, dass er gut ankommt, entsprechend selbstbewusst begegnet er seinen Mitmenschen: den Männern cool, lässig, entspannt, den Frauen gegenüber hat er etwas leicht Mackeriges und gefällt sich als Beschützer. Dabei hat Sören, ein farbiger, aber waschechter Hamburger, nichts Berechnendes, er ist einfach ein Mann, der „die Frauen“ liebt und keinem Flirt, keinem One-night-stand, keiner Affäre abgeneigt ist; mit seinem Charme und seinem Sexappeal ist er damit der Womanizer par excellence (und schon deshalb manchem Kollegen ein Ärgernis).

Sören ist ein kompetenter Pfleger, aber sich leidenschaftlich für seinen Beruf aufopfern, wäre ihm völlig fremd. Er tut das, weil man eben Geld verdienen muss, um ein gutes und entspanntes Leben haben zu können.
Wenn er nicht „everybody’s darling“ ist, wenn er nicht wie gewohnt schnell mit seinem Charme und seinem unaufgeregten, coolen Konfliktmanagement durchkommt, wird Sören völlig unsicher und hilflos. In der Notaufnahme wird Sören im Laufe der Zeit nicht nur in dieser Hinsicht immer wieder mit den Brüchen in seinem „easy-living“-Lebenskonzept konfrontiert. Auch gegenüber den Patienten mit ihren Schicksalen, Lebensumständen und Tragödien kann Sören sich nicht völlig abgrenzen. Und so wird er sich langsam verändern müssen - ernsthafter werden, reifer, erwachsener ...

 

Lernschwester Sabine (Laura Osswald)

Mit ihren 17 Jahren ist sie dabei, ihren Platz in der Welt auszutesten. Eigentlich kann man ihr nichts übel nehmen, weil sie auf eine so herzerfrischende Art naiv ist, voller Illusionen und überschwänglicher Emotionen, so daß sie auch im Alphateam stets ein Auslöser für Situationskomik ist. Mit dem Beruf der Krankenschwester verbindet sie herzlich wenig, sie hätte auch genauso gut eine Ausbildung zur Köchin oder Kriminalkommissarin machen können. So beißt auch Schenk, der sich ihr gegenüber immer wieder aus angehender Arzt profilieren will, auf Granit.

 

AIPler Andreas Schenk (Matthias Kreß)

Andreas ist im positiven Sinne davon besessen, Chirurg zu werden. Um sein spärliches Gehalt aufzubessern hat er sich auch schon in Aktien versucht und für einen Schwaben ein Vermögen verloren. In seiner Freizeit kocht und backt er gerne, auch ist er ein absoluter Internetfreak. Als kleine Macke hat er immer vier Stifte, zwei Stablampen, Neurologenhammer und EKG-Lineal in seiner Brusttasche. Über frühere Liebesbeziehungen ist nichts bekannt. In einer Folge verliebt er sich in die Praktikantin vom Abendblatt.

Die beiden küssen sich unterm Mistelzweig, doch dann muss er zu seiner kranken Mutter nach Tübingen. Andreas hat anfangs Standesdünkel: Ärzte sind wichtiger als Schwestern. Während seiner Zeit im Alphateam sammelt er wichtige Erfahrungen – insbesondere die Erkenntnis, daß zu einem guten Arzt in der Notaufnahme nicht nur fachliche Kompetenz gehört.

 

Dr. Eberhard Scheu – Chefarzt Chirurgie (Hermann Toelcke)

Ursprünglich begann er im Alphateam als Anästhesist. Der Chirurg ist eigentlich immer ein wenig rätselhaft und verschlossen, meist ironisch und zynisch öffnet er sich nur selten. Generell ist er sehr sozial eingestellt, Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit sind ihm verhaßt, weshalb er auch des öfteren mit der ehemaligen Chefärztin Dr. Gassner aneinander geriet. Auch durch die ehemalige Liebesbeziehung verbindet ihn eine enge Freundschaft mit der Anästhesistin Martina Behrend.

Diese Freundschaft wird noch enger durch Martinas HIV-Infektion. Inzwischen hat sich Dr. Scheu als schwul geoutet. Ab und zu hat er einen Streit mit Chefarzt Dr. Voss, insbesondere wenn dieser meint, er müsse die Op´s im Alleinmarsch durchführen. Denn Dr. Scheu ist weder „Schleimer“ noch läßt er sich von Hierarchien beeinflussen. Für Andreas Schenk ist er das große chirurgische Vorbild.

Der Chirurg ist eigentlich immer ein wenig rätselhaft und verschlossen, von der Aura her eher der 'Schattentyp', weshalb sein Job in der Nacht auch genau zu ihm passt. Dr. Scheu füllt die Rolle als Oberarzt, als zweiter Mann hinter dem Chefarzt, sehr gut aus. Dabei ist er weniger vom Ehrgeiz getrieben Karriere zu machen - Leben retten ist seine Aufgabe, dafür setzt er selbst seine Approbation aufs Spiel. Er ist ein starker Sympathieträger mit Fähigkeit zu humoristischer Darstellung.

Scheus Privatleben war in den letzten Jahren von Partys und kurzen Flirts geprägt, die sich seit des missglückten Versuchs einer Beziehung mit Martina Behrendt wieder ausschließlich auf Männer konzentrieren. Als der neue Notarzt Erich im alphateam auftaucht scheint endlich Stabilität in Scheus Leben Einzug zu halten. Der neue Lebensgefährte macht Scheu sogar einen Heiratsantrag und will mit ihm eine Familie gründen. Eberhards neuer Gegenspieler im alphateam ist Dr. Vonderwerth.

Als die neue Verwaltungschefin Scheu zum Chefarzt ernennt, ist er selbst mindestens so überrascht wie sein Kollege und Konkurrent Vonderwerth. Es war Scheu niemals wichtig, Karriere zu machen. Er ist Arzt aus Leidenschaft – helfen, Leben retten ist seine Aufgabe, dafür hat er schon mehrfach seine Approbation aufs Spiel gesetzt: Hierarchien und Verbote missachtet, sich nicht angepasst, sich auf ganz und gar unvernünftig scheinende Wagnisse eingelassen. Und genau diese Freiheit – alles riskieren zu können um einer Sache willen, an die man glaubt – hat er sich immer bewahren wollen. Eine Einstellung, die sich normalerweise mit einer Medizinerkarriere nicht verträgt.
Und doch bereiten ihm beim Ausfüllen der Chefarztposition eher seine eigentlichen Stärken ernste Schwierigkeiten: Scheu kann keine harten Entscheidungen treffen, kann sich nicht von seinem Team abgrenzen, versucht im neuen Job alle von allem zu überzeugen, und muss lernen, dass das im wirklichen Leben nicht geht ...

 

PJ´ler Hans Sturm (Matthias Scherwenikas)

Hans Sturm ist ein Mensch mit einer starken Heimat- und Naturverbundenheit. Aufgewachsen auf Hallig Hooge, fühlt er sich geprägt vom Leben dort. Hans liebt seine Insel und ihre Bewohner und erfreut mit seinen Geschichten das Alphateam. Ausserdem ist er überraschend schlagfertig und vermag Situationen verbal auf den Punkt zu bringen. Nach kurzer Zeit gilt Hans als echtes Original. Sein Interesse an alternativer Medizin hebt sich deutlich von der Meinung älterer Kollegen ab; damit wird er manche Diskussion auslösen.

Hans ist allseits beliebt. Besonders die Frauen mögen ihn meist sofort. Er ist ihnen gegenüber höflich, aufmerksam und zuvorkommend: ein Typ, der Türen aufhält und in Mäntel hilft. Interessiert sich eine Frau allerdings zu stark für ihn, schafft er es, sich auf charmante Art aus der Situation zu winden. Schliesslich gibt es in seinem Leben nur eine Frau: Kathrin.

 

Verwaltungschefin Dr. Cordula Thiessen ( Janette Rauch)


Auf den ersten Blick ist Codie ein eher kühler, blonder, nordischer Frauentyp. Ihr Auftreten ist das einer toughen Karrierefrau: Sie weiß, wovon sie spricht, sie weiß, was sie will, sie setzt es wenn möglich mit Charme und Überzeugung, sonst mit der nötigen Härte durch. Codie Thiessen hat lange Zeit in den USA gearbeitet und bringt diese Erfahrungen in den deutschen Klinikalltag ein. Reibereien sind unausweichlich.
Ähnlich wie Vonderwerth will sie sich auch nicht von Emotionen leiten lassen. Deshalb wahrt sie Distanz gegenüber den ÄrztInnen und Pflegekräften – zuviel Interesse, Nähe, Freundschaften gar wecken Erwartungen, ermutigen zu Manipulationsversuchen, lassen Verbindlichkeiten entstehen, verursachen plötzlich Skrupel und Schuldgefühle bei inhaltlich gerechtfertigten, aber unbeliebten Maßnahmen. Auf Appelle an ihre weibliche Gefühlswelt reagiert Codie taub, und je mehr man sie unter Druck setzt, umso weniger erreicht man. Codie ist überzeugt, dass sich eine Frau im Beruf Gefühle einfach nicht erlauben kann. Umso desaströser für sie, dass hinter der schroffen Fassade ein impulsives, verletzliches und sehr emotionales Wesen steckt – was verflucht niemand mitbekommen darf . Als Codies Tochter Britney kommt, mischt diese zusätzlich die Notaufnahme auf, lässt aber auch tief in Codies Herz blicken.
Codie ist eine Kämpfernatur. Privat wie beruflich. Und sie ist geradlinig: Was sie von anderen verlangt, verlangt sie auch von sich selbst. Und das ist viel. Für ihre Fehler steht sie gerade. Und so sehr sie auch erst einmal auf ihrer Position beharrt, sie ist selbstkritikfähig und kann sich korrigieren. Wenn sie entspannt ist oder sich ein vertrauterer Umgang mit jemandem entwickelt, kann sie sogar sehr selbstironisch und offenherzig sein, und wer ihr wirklich nahe kommt, erlebt eine humorvolle, spontane, lebenshungrige Frau.

 

Chirurg Dr. Lars Vonderwerth (Klaus Schreiber)


Vonderwerth ist ein Mann, dem sein Ruf als Koryphäe vorauseilt. Der Verwaltungsdirektor – der in der VIII. Staffel zum durchgehenden, mächtigen Gegner des Chefarztes, ganz im Sinne eines Königsdramas aufgebaut wird - möchte ihn unbedingt für das Alphateam gewinnen und verleiht diesem Wunsch gegenüber Dr. Voss sehr deutlichen Nachdruck.

Voss schaut sich den Bewerber an und braucht nicht lange, um herauszufinden, dass der Chirurg rein fachlich eine Bereicherung für das Team wäre. An Vonderwerths menschlichen Qualitäten wäre eventuell noch etwas zu feilen – aber das werden sie im Alphateam schon hinbekommen. Der Verwaltungsdirektor ist hoch zufrieden, dass Voss für die Einstellung des neuen Chirurgen plädiert und wartet auf den unterschriebenen Arbeitsvertrag. Über das Privatleben des neuen Chirurgen erfährt man so gut wie nichts. Fragen kann man ihn natürlich nicht und die Personalakte ist in der Verwaltung unter Verschluss und nicht einsehbar. So bleibt viel Platz für Spekulationen im Alphateam. Diese Spekulationen werden noch angeheizt durch eine eigentümliche Marotte Dr. Vonderwerth leidet, so stellt sich nach und nach heraus, unter einem zwanghaften Ordnungswahn.

Der erste Eindruck von Vonderwerth ist der eines eher unangenehmen Zeitgenossen: Ein arroganter Eigenbrötler, ein ehrgeiziger Karrierist, ein Arzt, der seine Patienten mit dem Blick des Wissenschaftlers betrachtet und jede Beschäftigung mit dem Menschen hinter der Krankheit strikt ablehnt. Ein Perfektionist, der hierarchische Strukturen schätzt und Wert auf Ordnung und Disziplin legt. Dazu ein Zyniker mit ätzendem Humor, der die Schwächen der Kollegen zielsicher erkennt und sie öffentlich benennt. Von sich dagegen gibt er kaum etwas preis.

Auf Freundschaften im Team legt Vonderwerth keinen Wert. So wie ihm überhaupt jedes Vermischen von Privatem und Beruflichem zuwider ist, insbesondere Liebeleien unter Kollegen. Und doch trägt er eine große Sehnsucht nach Liebe, nach familiärer Geborgenheit, nach „reinen“ Gefühlen in sich. Aus Angst hat es bislang aber nur zu kurzen und unverbindlichen Beziehungsversuchen gereicht. Doch dann kommt Dunja. Wird sie über Vonderwerths Schutzmauern klettern?

 

Chefarzt Dr. Robert M. Voss (Herbert Trattnigg)

Voss war vor dem Alphateam vier Jahre lang Oberarzt der Chirurgie am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Er hatte Auslandseinsätze in Somalia und am Himalaya. Voss war Leistungssportler, ein begnadeter Handballer, hat früh schon in der 2. Bundesliga gespielt. Eine Schulterverletzung zwang ihn dazu, seine Sportlerkarriere aufzugeben. Die Medizinerausbildung absolvierte er über den zweiten Bildungsweg. Dr. Voss gilt als exzellenter Knochenchirurg und hat damit die besten Voraussetzungen für die Unfallchirurgie.

Er hat sehr gute Menschenkenntnisse und scheut sich nicht, in Problemsituationen auch mal unorthodoxe Wege zu gehen. Mit seiner Führungsrolle hat er Probleme; er ist einer der lieber die Ärmel hochkrempelt und loslegt. Beruflich hat sich Dr. Voss erkämpft, privat ist er auf der Strecke geblieben. Voss ist ein begehrter Junggeselle, zu Frauen ist er sehr charmant. Doch er scheint freiheitsliebend, will sich nicht binden. Das ist fatal für Frauen, die sich in ihn verlieben.

Dr. Voss gilt als exzellenter Knochen- und Gewebechirurg und hat damit die besten Voraussetzungen für die Notfallchirurgie. Er ist ein disziplinierter und belastbarer Teamworker, hat sehr gute Menschenkenntnisse und scheut sich nicht, in Problemsituationen auch mal unorthodoxe Wege zu gehen. Er ist ein Chef mit Ecken und Kanten, dem alphateam gilt sein vollster Einsatz. Er kämpft einen dauerhaften Kampf gegen die Krankenhausverwaltung und auch wenn er manchmal daran verzweifelt, so gibt er doch nie auf.

Von den Kollegen wird Voss als Chef respektiert. Wenn auch seine Neigung für Entscheidungen im Alleingang und mangelnde Kommunikation bisweilen für Verstimmungen in Teilen des Teams sorgt, wissen alle, dass sie sich auf Voss Loyalität seinem Team gegenüber verlassen können. Den Kollegen gegenüber ist Voss auf eine professionelle Distanz bedacht, einzig Scheu öffnet er sich, seit sich zwischen den beiden eine Freundschaft entwickelt hat. Allerdings hat Voss Scheu gegenüber immer wieder mit einer latenten Homophobie zu kämpfen.
Sein Verdacht ist nicht ganz unbegründet, dass der neue Verwaltungsdirektor Hansen, mit Durchsetzung seines Lieblingskandidaten für die neu zu besetzende Chirurgenstelle versucht, an Voss Stuhl zu sägen. Vonderwerth macht auch gar keinen Hehl aus seinem beruflichen Ehrgeiz und daraus, dass er sich für den besseren Chefarzt hält. Voss lässt den Konkurrenten nicht aus den Augen und bangt mehrfach um seinen Posten....

 

 

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